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Kurz nach Mitternacht (oder genauer, 23:31:56 UTC). Ich stehe am Fenster und atme die frische Frühlingsluft. Gleich in zweierlei Bedeutungen, denn es friert nachts; dies ändert jedoch nichts daran, daß es die letzten und nächsten Tage wunderbares Wetter hat.

Diese Nacht hatte ich keine Kerze an wie sonst. Ich las und unterhielt mich ein wenig, primär via IRC. Auch nicht habe ich produktiv gehackt oder dergleichen (für alle, die noch nicht lange hier mitlesen: hacken bedeutet nicht cracken). Ich frage mich, ob dies zum nächsten Fest anders sein wird. Das Leben gut zu verwalten ist definitiv nicht einfach, insbesondere mit einem Achtstundenjob, dem inneren Schweinehund, und einfach zu vielen guten Ideën (zum Beispiel mksh(1) betreffend).

Nichtsdestoweniger gilt es, aus den paar guten, paar schlechten, und vielen mittelmäßigen Impressionen das Beste zu machen. Einen Kompromiß zu nehmen, damit man zum Beispiel mit dem Zwischenprodukt bereits arbeiten kann (gutes Fallbeispiel, wann es in die Hose geht, wenn man das nicht macht, ist "FreeWRT 1.1", more like 3.0).

Dummerweise habe ich die meisten guten Ideën afk oder doch zumindest im Zug oder dergleichen; außerdem ist es oft diffizil, beim Tippen nicht alles wieder zu vergessen, bedingt durch die langsamere Verarbeitungsgeschwindigkeit sowohl von Worten als auch der physischen Mittel, sowie dadurch, daß das in-Worte-gießen ebenfalls den Geist beansprucht. So manches Mal wünsche ich mir, nur für mich zu hacken und es nicht zu publizieren, neue Versionen zu produzieren "müssen" (selbstauferlegter Druck), so nehmt es mir nicht übel. Keine Angst, weiter geht's immer.

Veränderungen sind auch nichts Feines. Im Großen (in was für einer Welt wachsen unsere Kinder eigentlich auf?) wie im Kleinen (die Java™-Fuzzis machen meinen Cachewolf kaputt). *seufz* Vielleicht muß man echt alles selber machen. Aber ein portables GUI-Toolkit für X11 und WinCE, das nicht Qt heißt oder sonstwie was komisches Objektorientiertes (außer TP) braucht? Naja, packen wir an, was wir können, und machen weiter, in der Hoffnung, es werde nicht zu schlimm, und daß auch andere anpacken. (Ist das eigentlich typisch deutsch? Jedenfalls bin ich Eifler genug, um da keinen großen Aufschrei mehr zu machen. Oder einfach von der harten Realität abgestumpft.)

Rückblicke sind kraß. Da merkt man echt, wie alt man ist/wird.

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